Deutsche Gesellschaft für Ökonomische Bildung

Deutsche Gesellschaft für Ökonomische Bildung

Tagungsband 2005

Deutsche Gesellschaft für ökonomische Bildung

Kompetenzentwicklung, -förderung und -prüfung
in der ökonomischen Bildung

Hrsg. Bernd O. Weitz

Mit Beiträgen von Hans Jürgen Schlösser, Michael Schuhen, Eberhard Jung, Gerd-Jan Krol, Dirk Loerwald, Andreas Zoerner, Andreas Liening, Ewald Mittelstädt, Claudia Wiepcke, Lothar Beinke, Thomas Retzmann, Bernd O. Weitz, Anja Eckstein, Johanna von Luckwald, Diana Meschke, Sabine Nölscher, René van der Wyst

Bergisch Gladbach 2006

ISBN 978-3-924985-42-5, Verlag Thomas Hobein, Arnold-von-Lülsdorf-Str. 3, 51429 Bergisch Gladbach

Inhaltsverzeichnis

Bernd O. Weitz Vorwort 1
Hans-Jürgen Schlösser,
Michael Schuhen
Bildungsstandards in der ökonomischen Bildung 3
Eberhard Jung Möglichkeiten der Überprüfung von Kompetenzmodellen in der Ökonomischen Bildung 33
Gerd-Jan Krol,
Dirk Loerwald,
Andreas Zoerner
Ökonomische Bildung, Praxiskontakte und Handlungskompetenz 61
Andreas Liening,
Ewald Mittelstädt,
Claudia Wiepcke
Prototypische Wirtschaftslehrende - Kompetenzleitbild für allgemein bildende Schulen 111
Lothar Beinke Ökonomische Bildung für Lehrer allgemein bildender Schulen als notwendige Basis für eine orientierende Berufswahlhilfe 145
Thomas Retzmann Ökonomische Bildung als politische Bildung. Zur Entwicklung ökonomischer Kompetenzen am Beispiel der Richtlinie über den Verbrauchsgüterkauf in der Europäischen Union 159
Bernd O. Weitz,
Anja Eckstein
Kompetenzentwicklung und -förderung im Bereich des Schulmanagements. Der Beitrag ökonomischer Bildung zu den Forderungen nach Selbstverwaltung an allgemein bildenden Schulen 183
Johanna von Luckwald Studienbegleitende Projektarbeit in der Hochschulausbildung als Arbeitsmarktqualifizierung 201
Diana Meschke,
Sabine Nölscher,
René van der Wyst,
Johanna von Luckwald
Universitäre Berufsqualifizierung anhand einer Evaluation 211
Autorenverzeichnis 227

Bernd O. Weitz

Vorwort

Der Begriff Kompetenz hat in der pädagogischen Diskussion, aber auch in den Anforderungen der Arbeitswelt in der jüngeren Zeit besondere Bedeutung gewonnen. Wer Kompetenz besitzt, ist nach dem lateinischen Wortsinn zuständig bzw. befugt. In der Fortsetzung der Diskussion um die Standards der ökonomischen Bildung (vgl. Weitz, B. O. (Hrsg.): Standards in der ökonomischen Bildung, Bergisch Gladbach 2005) lag die Frage der ökonomischen Kompetenz von Lehrenden wie Lernenden auf der Hand. Ein Blick in die Hochschulen, die Schulen und die Wirtschaftswelt zeigt jedoch, dass bislang keineswegs eindeutig ist, was denn eigentlich diese "Zuständigkeit bzw. Befugnis", diese Kompetenz, in Sachen ökonomischer Bildung ausmacht. Sind es die Schüler oder Schülerinnen, die nach ihrem Ökonomieunterricht, z. B. Verbraucherkompetenz oder Berufswahlkompetenz aufweisen oder geht es um die Verwertungskompetenz ökonomischer Kenntnisse in Unternehmen? Die "Buntheit" dessen, was alles für ökonomische Kompetenz als "Baumaterial" für sinnvoll angesehen wird, spiegelt sich in den recht heterogenen Lehrplänen der Bundesländer wider. So wenig Eindeutigkeit auf der Ebene der betroffenen Schülerinnen und Schüler hinsichtlich der anzustrebenden Kompetenz besteht, so wenig Eindeutigkeit stellen sich auch die Kompetenzvermittler, die Lehrerinnen und Lehrer, im Bereich Ökonomie in der Bundesrepublik Deutschland dar.

Was macht eigentlich die ökonomische Kompetenz der Lehrenden aus? Ist ein intensives Studium der Wirtschaftswissenschaft wünschenswerterweise gepaart mit eingehenden didaktisch-methodischen Kenntnissen? Oder reicht es möglicherweise aus, Wirtschaft als Teilerfahrung im Rahmen eines Lehramtsstudiums für Politikwissenschaft kennen gelernt zu haben? Und wie steht es eigentlich mit der praktischen ökonomischen Kompetenz der Lehrenden in Hochschule und Schule? Besitzt etwa ein Schulleiter oder eine Schulleiterin ökonomische Kompetenz, z. B. zur Haushalts- und Mitarbeiterführung a priori bei Amtsantritt?

Das hier nur in einigen Aspekten angedeutete äußerst komplexe Thema "Kompetenzentwicklung, -förderung und -prüfung in der ökonomischen Bildung" war das Tagungsthema der Deutschen Gesellschaft für ökonomische Bildung 2005 an der Universität Bielefeld. Die dortige vielgestaltige Diskussion schlug sich in diesem Tagungsband in einer Komplexität der Thematik widerspiegelnden Themenfülle nieder.

Dabei reicht die Bandbreite von den "Möglichkeiten der Überprüfung von Kompetenzmodellen in der Ökonomischen Bildung" (E. Jung), über "Prototypische Wirtschaftslehrende - Kompetenzleitbild für allgemein bildende Schulen" (A. Liening, E. Mittelstädt, C. Wiebke) und "Ökonomische Bildung als politische Bildung" (Th. Retzmann) bis hin zur "Kompetenzentwicklung und -förderung im Bereich des Schulmanagements" (B. O. Weitz, A. Eckstein).

Mein Dank gilt allen Autoren, die sich an diesem Band mit ihren Beiträgen beteiligt haben und er gilt ebenso Frau Anja Eckstein für die redaktionelle Betreuung dieses Buches.

Bernd O. Weitz


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Letzte Änderung am 01.02.2011


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